2.April ist Welt-Autismus-Tag

Am 2.April wird der Welt-Autismus-Tag begangen. Deshalb möchte ich heute auf das Thema Autismus eingehen.  Im folgenden könnt Ihr eine Zusammenfassung zum Thema Autismus  lesen, die von Hüsna Hilal Korkmaz erstellt wurde: 

Heute stelle ich Ihnen das Thema Autismus vor. Eine Störung für die einen, eine Wesensart für die anderen und eine Herausforderung für alle. Das ist Autismus. In Österreich gibt es etwa 80.000 Menschen die Autisten sind, davon sind etwa 400 Kinder. Doch was ist eigentlich Autismus? Was heißt das für das Kind? Was für seine Eltern? Und vor allem: Was hilft?

Autismus ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung. Diese Betroffenen haben große Schwierigkeiten im sozialen Miteinander und der gegenseitigen Verständigung. Ihnen fehlt ein natürliches Verständnis für die Gefühle, Gedanken, Vorstellungen und Wünsche anderer. Es ist auch bekannt, dass Autisten Schwierigkeiten haben sich der Welt mitzuteilen.

Kleine Kinder können sehr schwer Augenkontakt aufnehmen und Freundschaften schließen.  Sie sind sensibel gegenüber bestimmten Geräuschen und haben Probleme, das soziale Verhalten ihrer Mitmenschen zu akzeptieren. 

Autistische Erwachsene werden öfters als Einzelgänger beschrieben, da sie gerne allein sind und Gefühle, sowie Gedanken anderer schlecht wahrnehmen können. Außerdem gilt Autismus als eine unheilbare Krankheit, die bis zum Tod bleibt. Doch viele Erwachsene und Kinder zeigen im Laufe ihres Lebens Verbesserungen.

Man muss auch erwähnen, dass Ärztinnen und Ärzten noch spürbar abgeneigt sind die Diagnose von Autismus zu stellen. Der Grund dafür ist, dass es bis heute noch keine medizinischen Testungen gibt die zu 100% die Diagnose bestätigen können.

Die Mehrheit der Autisten sind männlich und grob gerechnet kommen etwa vier männliche auf eine weiblich Erkrankte. Autisten können zwar auch außergewöhnliche Begabungen in gewissen Bereichen haben, aber die Mehrheit etwa 70 Prozent der Betroffenen, leiden allerding an einer schweren Behinderung.

Es gibt drei wesentliche Formen des Autismus:  das Asperger-Syndrom, der Atypischer Autismus und der frühkindlicher Autismus:

Diese verschiedenen Formen ergeben sich durch die verschiedenen Symptome und Verhaltensweisen der betroffenen Personen. Der Begriff Autismus-Spektrum-Störungen ist ein Überbegriff und schließt alle Typen des Autismus mit ein.

Lehrer bemerken oft autistische Schüler, durch ihre ungewöhnlichen Verhaltensweisen. Zum Beispiel kennen diese Kinder sie sozialen Regeln nicht gut genug. Viele von Ihnen mögen keine Pausen oder Feiern, weil die meisten von ihnen empfindsam gegenüber lauten Geräuschen sind. Sie finden diese Situation beängstigt, auf die sie in ihrer Überforderung mit Wutausbrüchen reagieren. 

Man muss auch erwähnen, dass man bei der Bildung der Kinder unterscheiden muss zwischen der Inklusion und Sonderpädagogik.

Bei der Inklusion und Integration nehmen Kinder mit und ohne eine Beeinträchtigung am Unterricht teil, währenddessen es in Sonderpädagogischen Schulen nur Kinder mit Beeinträchtigungen gibt.

Für Kinder mit Autismus können gelingende Inklusion und Integration positive Rollenbilder und weniger Stigmatisierung bedeuten, da es zu Freundschaften zwischen Kindern mit Behinderung und ohne kommt. Es gibt Kinder die von der integrativen Beschulung profitieren, aber auch manche die überfordert werden, da autistische Schüler unterschiedliche Förderbedarfe haben.

Außerdem können sie auch an einer anderen Schule mit Förderschwerpunkt Fächer mit Schülern ohne eine Beeinträchtigung besuchen. Das wichtige daran ist, dass der Besuch in einem Unterrichtsfach stattfinden soll, dass den Schülern interessiert, damit er fachlich nicht überfordert wird.

Aggressionen sind das Hauptmerkmal der Autistischen Kinder. Lehrer fühlen sich oft ratlos gegenüber dem Verhalten des Schülers. Es führt dazu, dass es keine Freundschaften schließen kann und leider sehr oft allein ist.

Doch wie unterscheidet man eigentlich diese Form von der Aggressivität, von der die in der Gesellschaft akzeptiert wird?

Diese Unterscheidung ist leider nicht möglich, denn in welchen Rahmen und welchen Umfang eine Gesellschaft Aggressionen toleriert, ist kulturell bestimmt und wird über Lernprozesse vermittelt.

Wie sie auch wissen, schimpfen oder bestrafen viele Pädagogen, wenn es zu aggressivem Verhalten eines Schülers kommt. Lehrer verwenden öfters ein alter Verhaltensmuster an, da sie keine alternativen kennen. Jedoch sinnvoller wäre es anders zu reagieren, damit man die Spirale der Aggressionen beenden kann.

Ich möchte Ihnen Zuletzt noch sagen, dass Autismus keine Krankheit, keine Störung oder gar beklagenswerte Beeinträchtigung ist die medizinisch oder psychiatrische behandelt werden muss. Es ist eher eine Eigeneart, die ein besonderes Verständnis braucht. Natürlich sind aber auch pädagogische Unterstützungen empfehlenswert, die auf die Bedürfnisse der autistischen Kinder ausgerichtet sind.

Als Beispiel gibt es die Familientherapien oder auch systemische Therapien, die in den 1960er Jahren entstanden sind. Diese sind sehr wichtig, da sich die Therapie nicht nur auf das Kind selbst fokussiert, sondern auch auf sein Umfeld und Mitmenschen auch miteinbezieht, da das Verhalten des Autistischen Kindes öfters seine Bezugspersonen auch betrifft.

Eine weitere Therapie wäre z.B. Die Gummibärchen Therapie, bei der es sich im Prinzip um eine operante Konditionierung handelt.

Medikamente kommen erst in das Spiel, wenn das Kind an starken psychischen Problemen leidet wie Schlafstörungen, Depressionen, Ängste oder auch Hyperaktivität.

Jedoch sollte man sich darüber im Klaren sein, dass der Weg zu einem erfolgreichem Ziel für die Kinder selbst, aber auch für die Eltern und Therapeuten sehr schwierig, ich würde fast schon sagen dornenreich ist.

 

 

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